Als Landmarke südwestlich über Wetzlar gelegen, ist der Bergfried der staufischen Reichsburg Kalsmunt fast allen bekannt, aber die spannende Geschichte erschließt sich wirklich anschaulich nur vor Ort.
Auf Einladung des Fördervereins Kalsmunt erkundete der Herborner Geschichtsverein das überraschend große Burggelände. Nach der Begrüßung durch den Fördervereinsvorsitzenden Thorsten Rohde brachte Johannes Adamietz die Mauerreste zum Sprechen. Seine kompetente und kurzweilige Führung ermöglichte eine „Reise“ in die Zeit Friedrich Barbarossas, der den Kalsmunt Ende des 12. Jahrhunderts, auch als Machtsymbol staufischer Reichspolitik, errichten ließ.
Ein Höhepunkt war der phantastische Blick vom 18 Meter hohen Stumpf des Bergfrieds auf Wetzlar und sein Umland, bis hin zum Kloster Altenberg. Adamietz erläuterte anhand eines Kupferstichs von Matthäus Merian die nahezu „konservierte“ Situation von Wetzlars Altstadt, wie sie sich auch Mitte des 17. Jahrhunderts vom Kalsmunt aus erschlossen hätte.
Der Besuch wurde von Lukas Winkler, Mitglied im Herborner Geschichtsverein und ab September Herborner Bürgermeister, vermittelt.
Wie immer: Nach der Besichtigung stärkten sich die Gruppe beim traditionellen Kuchenpicknick.
Der Geschichtsverein plant auch zukünftig Exkursionen zu bekannten unbekannten Orten im heimischen Raum – weitere spannende Einblicke dürfen erwartet werden!
(Text: Klaus Gerhard Schreiner)

