Wetzlars archäologische Quellen für die Bevölkerung verfügbar machen

Muss die Geschichte neu geschrieben werden? Diese Frage stellen sich Generationen von Historikern und Archäologen immer wieder. So auch Prof. Dr. Teichner, 2. Vorsitzender des Fördervereins Kalsmunt e. V. Dieser organisierte vor dem Hintergrund seiner im April veröffentlichten Publikation einen Vortrag zum Thema „Mord und Totschlag – Die Anfänge der Stadt Wetzlar im Lichte der neuen Forschungen auf dem Kalsmunt“ . Im Haus Friedwart und unterstützt von der Ernst-Leitz-Stiftung sprach Prof. Teichner über die vorstaufische Befestigung des Kalsmuntes und die mögliche Interaktion mit dem zeitgleich entstehenden Stiftsbezirk im Bereich des heutigen Domes. Vieles weist auf die Existenz einer Handwerker- und Händlersiedlung in der Aue des Wetzbachs, auf halber Strecke zwischen religiösen und machtpolitischen Zentren, hin. Der Marburger Archäologie Professor schloss mit einem Plädoyer für eine dringend benötigte Bündelung, Auswertung und Bereitstellung der über Jahre im Wetzlarer Stadtgebiet gesammelten archäologischen Informationen für die Stadtgesellschaft und die Wissenschaft.  

Die 55 Gäste, unter ihnen die stv Vorsitzende der Leitz-Stiftung, Irene von Rosen, hörten, dass Teichner davon ausgeht, weitere Belege für seine Thesen präsentieren zu können. Thorsten Rohde, Vorsitzender des Fördervereins, freute sich über das Interesse und dankte der Ernst-Leitz-Stiftung für ihre Unterstützung. Er skizzierte die

Sanierungspläne für Kalsmunt und Garbenheimer Warte im Jahr 2026 und verwies auf die Publikation des Vereins , die in allen Wetzlarer Buchhandlungen zu erwerben ist.